Fashion Week Dialoge: Das Fragen-Sixpack mit Berliner Designern

20.01.2016
HEADER_Berliner_Designer MalaikaRaiss, Nobi Talai, Louise Friedlaender, Hien Le und Perret Schaad über Entspannungsrituale und Muntermacher vor ihren Shows Letzte Woche schnappten wir uns die Designer hinter den Berliner Labels MalaikaRaiss, Nobi Talai, Louise Friedlaender, Hien Le und Perret Schaad, um ihnen in Kurzgesprächen sechs kleine Fragen zu stellen. Kurz vor dem Start der Berlin Fashion Week verrieten sie uns also, wie sie während der kräftezehrenden Zeit am besten entspannen, was sie gerade lesen und hören und wie sie die Zeit nach ihren Shows verbringen werden. 1. Die Fashion Week Vorbereitungen gehen in den Endspurt – eine der stressigsten Phasen für euch Designer. Entspannungspausen zwischendurch sind wichtig. Was bringt dich wieder in die Work-Life-Balance?  [caption id="attachment_7775" align="alignnone" ]Malaika Raiss ©Chantelle Gomez Malaika Raiss ©Chantelle Gomez[/caption] MalaikaRaiss: Ein warmes Bad am Abend mit „Muskel Vital Bad“ von Tetesept ist mein Ritual zum Abschalten und Runterkommen. Ansonsten versuche ich möglichst viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen, Lieblings-Serien zu schauen und gemeinsam zu essen. Und wenn es ganz stressig wird, flüchte ich in den Supermarkt – macht den Kopf ruck zuck wieder frei. Nobi Talai: Meine Arbeit ist mein gelebter Traum. Daher ist die Work-Life-Balance zum Glück immer im Gleichgewicht. Aber ich genieße ausgedehnte Spaziergänge durch die Stadt, die ich meistens mit einem Flohmarktbesuch verbinde. Louise Friedlaender: Ein heißes Bad, Musik hören, Freunde treffen und über ganz andere Themen reden. Hien Le: Viel Yoga hilft! Das kommt leider etwas kurz in den Endphasen der Vorbereitung für die Kollektion und ich freue mich immer, wenn Freunde oder Familie vorbeischauen, um mich aufzubauen oder mir etwas zu Essen zu bringen. Es ist immer schön vertraute Gesichter zu sehen, die gerade dann leider etwas zu kurz kommen. Perret Schaad: Familie und die Tonkotzu Ramen Suppe bei Cocolo Ramen in Berlin-Mitte. 2. Mit einem guten Buch lässt es sich gut dem stressigen Alltag entfliehen. Was liegt gerade auf deinem Nachttisch?  [caption id="attachment_7776" align="alignnone" ]©Nobi Talai ©Nobi Talai[/caption] Nobi Talai: Derzeit lese ich ein Buch auf Farsi. Passender Weise lautet der Titel „Nomads“. MalaikaRaiss:Design as Art“ von Bruno Munari – gut für neue Inspirationen! Louise Friedlaender:Empörung" von Philip Roth. Hien Le:Das Ende von Eddy“ von Éduard Louis. Das habe ich vor Weihnachten angefangen und bin leider noch nicht weit gekommen… Nach dem Stress dann! Perret Schaad: Tutia Schaad: „Freedom“ von Jonathan Franzen (nicht entspannend) und „Les Plus Belles Histoires pour les Enfants de 3 ans“ von Gallimard-Jeunesse (entspannend). Johanna Perret: sueddeutsche.de 3. Viel Arbeit, wenig Schlaf. Welche kleinen Beauty-Helferlein finden sich in dieser Zeit immer in deiner Tasche?  [caption id="attachment_7782" align="alignnone" ]©Malaika Raiss ©Malaika Raiss[/caption] MalaikaRaiss: Mein Allheilmittel aus den USA: „Aquaphor“ von Eucerin ist gut bei aufgesprungenen Lippen und trockenen Stellen. Der „Touche Éclat Concealer“ von YSL hilft bei eventuell auftretenden Augenringen. Meine Lieblingshandcreme ist die „Stemcell Super-Food Hand Cream“ von Rodial. Das Resurrection Rinse-Free Hand Wash“ von Aesop wirkt erfrischend und desinfizierend. Außerdem liebe ich den beruhigenden Duft. [caption id="attachment_7783" align="alignnone" ]©Nobi Talai ©Nobi Talai[/caption] Nobi Talai: Das “Anti-Aging Eye & Lip Perfection à Porter ” von La Prairie ist bei müden Augen sofort zur Stelle. Ansonsten sehr zu empfehlen: Die Handcreme “Luminous Intensive Hand Treatment” von Erno Laszlo. [caption id="attachment_7784" align="alignnone" ]©Louise Friedlaender ©Louise Friedlaender[/caption] Louise Friedlaender: Immer mit dabei: “Vitamin C + Zink” Lutschtabletten von Abtei, Lip Balm „Lip Saver“ von Aveda, Intensive Hand Treatment” von Sensai, Foundation „Lieth“ von Und Gretel, Lippenkonturenstift „Rich Brown“ von Max Factor, Augenbrauenstift „Sprusse" von Und Gretel und der Matte Lipstick „Viva Glam I" von MAC. [caption id="attachment_7785" align="alignnone" ]©Hien Le ©Hien Le[/caption] Hien Le: Eigentlich nur viel Wasser und Masken für den Abend. Ansonsten begleiten mich immer die „Protective Lip Balm“ und „Resurrection Aromatique Hand Balm“ von Aesop. Perret Schaad: Tutia Schaad: “Benetint” Lippen- und Wangenfarbe von Benefit und der Rouge Coco Shine Lippenstift in der Farbe „Nr. 62 – Monte-Carlo“ von Chanel. Johanna Perret: “Mineralize Multi-Effect Lash“ Mascara von Mac, Lippenstifte von Mac und das Parfüm von Teo Cabanel. 4. Mit Musik fällt bekanntlich alles leichter. Dein Soundtrack für die letzten Stunden vor der Show?
Louise Friedlaender ©Luise Risch
Louise Friedlaender: Nick Cave, Pink Floyd und Linda Perhacs. MalaikaRaiss: Das ist ganz unterschiedlich – momentan Radiohead, viel Oldschool Hip Hop und natürlich Chet Faker. Nobi Talai: In den letzten Stunden vor der Show ergeben sich Takt und Musik durch den Workflow. Ein Soundtrack aus ratternden Nähmaschinen, austretendem Dampf und Haarspray. Hien Le: Gerade sehr viel Troye Sivan und Benjamin Clementine. Perret Schaad: Natürlich die Musik für unsere Show, die von Miss t.erner für uns zusammen gestellt wird – sie ist aber noch nicht zu verraten. 5. Erster Tag nach der Show - Freude und Erleichterung oder schon wieder Kribbeln in den Fingern? Wie fühlst du dich und wie verbringst du ihn? [caption id="attachment_7786" align="alignnone" ]Hien Le ©Bella Lieberberg Hien Le ©Bella Lieberberg[/caption] Hien Le: Diesmal wird es etwas entspannter, weil ich keine eigene Show habe und nur im Berliner Mode Salon eine Auswahl der neuen Kollektion zeigen werde. Erleichterung kommt immer, wenn die Kollektion steht und fertig ist. Bis dahin ist noch viel zu tun. An die neue Kollektion ist noch nicht zu denken – erst einmal an Produktion und Auslieferung, die direkt anstehen. Aber nach meiner Präsentation am Donnerstag werde ich einige Shows meiner Kollegen anschauen können, worauf ich mich sehr freue. MalaikaRaiss: Nach der Show kommt die ganze körperliche Erschöpfung raus, ich bin meist sehr müde und versuche den Tag möglichst ruhig zu verbringen. Aber meist kommen mir schon nach wenigen Tagen neue Ideen und ich beginne zu zeichnen. Nobi Talai: Wir eröffnen mit unserer ersten Show den Berliner Mode Salon für diese Saison. Das ist besonders spannend. Aber die Vorfreude und Spannung begleiten uns auch nach der Show. Während der Fashion Week geschieht sehr viel rund um Nobi Talai. Am Mittwoch präsentieren wir unsere Entwürfe auch im Vogue Salon, sind Teil des Pop-Up Shops im KaDeWe und sind den gesamten Messezeitraum auf der Premium vertreten. Louise Friedlaender: Zeit für Erleichterung und Ruhe wird es am ersten Tag nach der Show noch nicht geben. Ich brauche immer etwas Zeit, um alles zu realisieren und zu reflektieren. Außerdem stehen viele Interviews an und ich bin natürlich auch in meinem Showroom. Perret Schaad: Baby und Freund küssen, essen, schlafen, auf andere Events gehen. Man kann sogar weiter arbeiten, denn man ist noch so im Rhythmus. 6. Viele machen nach der Show ja erst einmal Urlaub. Wie sieht's bei dir aus, fährst du irgendwohin zum Relaxen?  [caption id="attachment_7787" align="alignnone" ]Perret Schaad ©Daniel Burchard Perret Schaad ©Daniel Burchard[/caption] Perret Schaad: Manchmal schon, aber freie Tage zu Hause zu haben, ist auch ganz toll. Man kann Freunde zum Lunch treffen, ins Museum gehen, Home Improvement betreiben, relaxen und sich inspirieren lassen. Louise Friedlaender: Vielleicht fahre ich für ein Wochenende weg, das entscheide ich spontan. MalaikaRaiss: Ich fahre ein paar Tage zu meiner Familie, einfach mal die Füße hoch legen. Urlaub kommt erst später, zunächst stehen noch Messen an, unter anderem die Fashion Week in Paris. Nobi Talai: Nach der Fashion Week werde ich ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Etwas Wellness, bevor wir uns direkt in die nächste Saison stürzen und die Stoffmessen besuchen. Hien Le: Ich würde gerne erst einmal in den Urlaub. Aber danach stehen bei mir die Endproduktion und Auslieferung an – da ist erstmal nichts mit Urlaub, stattdessen nur ein paar ruhige Tage. Und dann wieder viel Yoga – das ist auch fast wie Urlaub! Autorin: Alexandra Zhovtenko