Die Liste: Howdy

24.05.2017

[caption id="attachment_43234" align="alignnone" ]fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Dior Cruise 2018[/caption] Es gibt keine andere Figur der modernen Kulturgeschichte, die mehr Sehnsucht in sich trägt, als der Cowboy. Er steht für ein Ideal, das aktuell in der Mode wieder aufersteht – man denke an Diors Cruise 2018-Kollektion. Anlass genug, um unseren Koffer für den Wild Wild West zu packen Ein funkelnd klarer Morgen, jene fast wetterlose amerikanische Weite mit dürrem Boden. Die Sonne geht hinter einer terrakottafarbenen Felsenkette auf und die einsame Silhouette eines Cowboys zeichnet sich am Horizont ab. Unberührte Natur, Abenteuer, Schießereien, Gefechte, Entbehrungen, unermessliche Goldschätze, das Recht des Stärkeren, Gerechtigkeit – es ist jene romantisierte Vorstellung der amerikanischen Pionierzeit, die den Cowboy zum Leitbild von Unabhängigkeit, Freiheit und Authentizität gemacht haben. Die Ästhetik des Wilden Westens kehrt nun zurück in die Gegenwart. Die gefeierte Cruise Collection 2018 des Pariser Modehauses Dior trug den Mythos im Mai zurück auf den Laufsteg. Creative Director Maria Grazia Chiuri schickte die Models mit langen Kleidern, mit schweren Pelzen und Cowboy-Hüten über den staubigen Runway im kalifornischen Casablancas. Fast schien es, als wären die klugen Heldinnen und Helden ikonischer Westernfilme zum Leben erwacht. Schließlich entstand genau dort, in den Filmen ab den 1930er Jahren, erst die Idee der abenteuerlichen Welt des Wilden Westens. Im Mittelpunkt des neuen Genres stand einerseits die Selbsterfahrung des Helden, auf der anderen Seite die Erneuerung von Gesellschaft und Ordnung durch die Kraft eines Mannes. Dabei ging es weniger um die Aufarbeitung der amerikanischen Geschichte, als vielmehr um die Betonung von tradierten Werten – und eines Gefühls. Als Kunstschöpfung der Populärkultur füllte der Cowboy eine Lücke in einer modernen, globalisierten und rationalen Welt ohne Ideale. Auch Frauen entwuchsen langsam der klassischen Besetzung als schwaches Geschlecht und bereiteten ihren männlichen Kollegen als Cowgirls ernsthafte Konkurrenz. Filme wie High Noon, Der Schwarze Falke, Der mit dem Wolf tanzt, Spiel mir das Lied vom Tod, Little Big Man und Mackenna's Gold wurden zu den Klassikern des Westernfilms. Mit Bonanza schuf Regisseur David Dortort in den 1960er Jahren darüber hinaus die bekannteste US-amerikanische Fernsehserie überhaupt, die über 430 Folgen hinweg auch international begeisterte. Jenseits des Genres wurde der typische Spirit des Cowboys gleichermaßen aufgegriffen und bis heute erfolgreich in Filmproduktionen wie Easy Rider, Mulholland Drive und Django Unchained verarbeitet. Für die jüngste Wiederauferstehung des Cowboys sorgte unlängst die Sciene-Fiction-Westernserie Westworld, deren Auftakt in den USA bereits mehr Zuschauer zählte als die erste Staffel von Game Of Thrones. Auch der neueste Coup von Regisseurin Jill Soloway, die Verfilmung des feministischen Schlüsselromans „I Love Dick“ von Chris Kraus um die Obsession der Erzählerin um den Cowboy-haften Dick, verspricht zum Serien-Hit zu werden. Damit steht zweifelsohne fest: Der Cowboy erlebt sein popkulturelles Revival. Das geht auch an den Designern der Modehäuser nicht spurlos vorbei, die sich durch die klassische Kleiderordnung der Prärie beeinflussen lassen. Cowboyhut und Cowboystiefel bilden die essenziellen Elemente, aber auch Cowboygürtel, Bold Tie, Halstuch und Poncho sind stilgeschichtlich relevant. Kombiniert zu klassisch geschnittenen Hemden und Blusen sowie geraden Hosen, langen Röcken und Kleidern aus Baumwolle, Leinen, Cord, Wildleder und Denim entsteht der typische Cowboy-Look. Für eine moderne Interpretation im Alltag darf die Dosis übrigens etwas leichter ausfallen. Die aktuell schönsten Kreationen folgen hier: fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Baumwollbluse von Stella McCartney, etwa 735 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Beuteltasche von Simon Miller, etwa 370 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Maxikleid von Ganni, etwa 420 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Ohrringe von Too Dreamy, etwa 54 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Jeans mit Schlag von Kings of Indigo, etwa 300 Euro   fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Stiefel von Isabel Marant Étoile, etwa 680 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Lederjacke von Marni, etwa 2450 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Sonnenbrille von Yun, Preis auf Anfrage fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Cape von Das Capemädchen, etwa 140 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Boots von Aeyde, etwa 250 Euro fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Top von Asos, Preis auf Anfrage fransen-cowboy-trend-dior-cruise-2018-outfit-lofficiel Hut von Sonia Rykiel, etwa 290 Euro