Focus On: Rejina Pyo

02.03.2017

[caption id="attachment_37246" align="alignnone" ]focus-on-rejina-pyo-lofficiel @ Rejina Pyo Spring / Summer 2017[/caption] Spielerische Opulenz als Erfolgsrezept – das Womenswear Label Rejina Pyo setzt auf trügerisch einfache Designs mit raffinierter Ästhetik Sie ist derzeit eine der vielversprechendsten modischen Talente, ihr Name ist in über 60 Geschäften weltweit vertreten – von Net-a-Porter, Harvey Nichols bis hin zu Browns. Das Geheimnis? Rejina Pyos spielerische Designs sprechen die Sprache der Moderne: Intelligent bieder, experimentell zeitlos und mühelos elegant bestechen die Kollektionen der in London lebenden Koreanerin immer wieder mit ungewöhnlichen Details und Materialien, ohne dabei je untragbar zu sein. Nach beruflichen Stationen bei Roksanda Ilincic und einer Zusammenarbeit mit dem schwedischen Modehaus Weekday gründet die Central Saint Martins-Absolventin 2013 ihr gleichnamiges Label und kombiniert seitdem Klassiker mit de-konstruierter Anti-Stil-Attitüde à la Vetements, setzt dabei allerdings auf Weiblichkeit statt Androgynität. Dieses Frühjahr treffen opulenter Goldschmuck auf biedere Blusen mit abgesetzten Schulterpartien und Rüschen, klassische Kittelmäntel auf flache Pumps mit deformierten Absätzen, ausgestellte Midikleider auf edle Wasserfallausschnitte. Finessen wie silberne Fransen, zerlöcherte Jeans, sich nicht entsprechende Knopfleisten auf Miniröcken und abgebundene oder überdimensionale Ärmelpartien sowie frischer Mut zu Farbe vervollständigen das Konzept. Grasgrün, knalliges Orange oder Pink messen sich mit großflächigen Gitter-Prints und zurückhaltenden Grau- und Blautönen. [gallery caption="@ Rejina Pyo Spring/Summer 2017" ids="37250,37251,37252,37253,37254,37255,37256,37257,37258,37259,37260,37261,37262,37263,37264,37265,37266,37267,37268,37269,37270,37271,37272,37273,37274,37275,37276,37277,37278,37279,37280,37281,37282,37283,37284,37285,37286"] Die aktuelle Kampagne bedient damit die Sehnsucht nach einer – ganz im Sinne des anhaltenden Vintage-Trends – romantisierten Attitüde vergangener Zeiten und rückt auf subtile Weise ein Frauenbild wieder in den Fokus, das bei all dem Hype um Androgynität verloren geglaubt schien. Irgendwo zwischen Anleihen aus den 20er und 70er Jahren trifft die junge Wahl-Londonerin einen Zeitgeist, der für modisches Selbstbewusstsein und Experimentierfreude steht. Zeitgenössisch und abstrakt ohne abzuheben lautet das Credo. Dafür experimentiert sie mit 3D-Texturen, Farbverläufen und rasiermesserscharfen Schnitten. Bereits ihre Womenswear Abschusskollektion am Central Saint Martins wurde auf der London Fashion Week gezeigt; seitens der Presse in den höchsten Tönen gelobt, sind ihre Kreationen von Anfang an in aller Munde. Neben Designs von Issey Miyake, Bernhard Wilhelm oder Maison Martin Margiela werden sie 2011 in der ARRRGH! Monsters Ausstellung im Benaki Museum in Athen ausgestellt, 2012 gewinnt sie den Han Nefkens Award – eine modische Auszeichnung gekürt von Penny Martin, Chefredakteur von Gentlewoman und dem Design-Duo Viktor & Rolf. Für die Kollektion Frühjahr/ Sommer 2017 ging es im September vergangenen Jahres schließlich von London nach New York – und von hier ist der Rest der Welt wirklich nur noch ein Katzensprung. [caption id="attachment_37290" align="alignnone" ]focus-on-rejina-pyo-lofficiel @ Rejina Pyo Autumn/Winter 2016/17[/caption] [caption id="attachment_37289" align="alignnone" ]focus-on-rejina-pyo-lofficiel @ Rejina Pyo Autumn/Winter 2016/17[/caption] [caption id="attachment_37288" align="alignnone" ]focus-on-rejina-pyo-lofficiel @ Rejina Pyo Autumn/Winter 2016/17[/caption] [caption id="attachment_37291" align="alignnone" ]focus-on-rejina-pyo-lofficiel @ Rejina Pyo Autumn/Winter 2016/17[/caption]