Focus On: Blazé Milano

07.11.2016

[caption id="attachment_29870" align="alignnone" ]blaze-milano-blazer-lofficiel Blazé Milano Herbst/Winter 2016 © Blazé Milano[/caption] Drei Mailänder Stylistinnen lieben den Blazer so sehr, dass sie nun ihre eigenen Modelle entwerfen. Wie Blazé Milano den Klassiker wieder begehrenswert macht Eigentlich hat es der Blazer zurzeit ziemlich schwer. Modefans investieren lieber in riesige Bomberjacken, deformierte Karohemden und Kapuzenpullover, die geschickt inszenierte modische Nachlässigkeit und Rotznäsigkeit à la Vetements und Off-White hat gerade Hochkonjunktur. Ein Blazer hingegen steht für diskreten, erhabenen Erwachsenen-Chic – nicht sehr sexy in einer Zeit, in der alle aussehen wollen wie 20-jährige Berliner Club-Kinds. Auch wenn der Blazer von der Modewelt in den vergangenen Jahren ein wenig vernachlässigt wurde, hat vermutlich keiner vergessen, welche magische Veränderung ein perfekt sitzendes Modell bei einer Frau bewirken kann. Beispiele gibt es en masse: Katherine Hepburn, Diane Keaton, Bianca Jagger, Inès de la Fressange – selbstbewusste Frauen, die sich ein Machtsymbol der Männermode zu Eigen gemacht haben. Und die verstanden, wie reizvoll der Blazer weibliche und männliche Elemente zusammenbringt, wie mühelos er ein legeres Outfit aufwerten kann, wie gut er sich verschiedenen Veranstaltungen und Dresscodes anpasst. [caption id="attachment_29867" align="alignnone" ]blaze-milano-blazer-lofficiel Blazé Milano Herbst/Winter 2016 © Blazé Milano[/caption] All das wussten auch drei befreundete Stylistinnen aus Mailand, die diesem so historischen Kleidungsstück endlich wieder modischen Nervenkitzel entlockt haben. Delfina Pinardi, Corrada Rodriguez D'Acri und Sole Torlonia arbeiteten alle drei jahrelang bei unterschiedlichen Hochglanzmagazinen und schließlich bei der italienischen „Elle“, bevor sie sich 2014 mit ihrem Label Blazé Milano selbstständig machten. Was sie vereinte waren nicht nur ihre Erfahrungen im Mode-Business, sondern auch ihre Liebe zum klassischen Schneiderhandwerk und zu makellos geschnittenen Jacken und Blazern. Der Vater von Rodriguez D´Acri war Offizier in der italienischen Marine und beeindruckte seine Tochter mit seinen dunkelblauen Blazern mit Goldknöpfen, Pinardi und Torlonia sind beide passionierte Reiterinnen und haben mit dem Sport auch den dazugehörigen Look schätzen gelernt. [caption id="attachment_29869" align="alignnone" ]blaze-milano-blazer-lofficiel © Blazé Milano[/caption] Die Blazer-Kollektion von Blazé Milano basiert auf sechs Modellen, die unterschiedlich gestaltet sind und zu verschiedenen Anlässen passen: „Everyday“, „Weekend“, „Spencer“, „Colonial“, „Midnight Smoking“ und „Great Coat Blazer“. Vom schlichten navyblauen Wollblazer bis zur festlichen bestickten Samtjacke interpretiert das Designer-Trio sein Lieblingsteil in Varianten, die mit austauschbaren Büro-Uniformen nichts zu tun haben. Auch Details wie abgerundete Seitentaschen und paspelierte Revers sorgen dafür, dass der altbekannte Klassiker endlich wieder überrascht. Blazé Milano fertigt in seinem Atelier in Mailand übrigens auch individuell gestaltete Modelle nach Maß an. Klingt nach starker Konkurrenz für die Bomberjacke. [caption id="attachment_29868" align="alignnone" ]blaze-milano-blazer-lofficiel Blazé Milano Herbst/Winter 2016 © Blazé Milano[/caption] [caption id="attachment_29866" align="alignnone" ]blaze-milano-blazer-lofficiel Blazé Milano Herbst/Winter 2016 © Blazé Milano[/caption]