What to View: Ausstellungen

09.11.2016

[caption id="attachment_29757" align="alignnone" ]ausstellungen-herbst-winter-berlin-hamburg-munchen-lofficiel Untitled, Watts, California, Foto von Gordon Parks © The Gordon Parks Foundation[/caption] So viel Kunst, so wenig Zeit – und dann noch die Frage: Von welcher Ausstellung lassen wir uns dieses Mal in den Bann ziehen? Wir haben drei Kandidaten zur Vorstellungsrunde gebeten Zwischen Gemälden, Fotografien, Skulpturen und ganz viel weißen Wänden vergisst man schnell Zeit, Raum und sowieso alles um sich herum. Ein Gang ins Museum kann einem Kurzurlaub gleichen – dabei tauchen wir aber nicht in glasklares Wasser, sondern vergangene Epochen, abstrakte Ansätze und so viele visualisierte Denkanstöße ab. Damit dieses Austreten aus der grauen Herbstlandschaft auch maximal zelebriert werden kann, haben wir drei Ausstellungen in drei Städten herausgesucht, mit denen ein Kurztrip in die Ferne – und wenn er auch nur in unserem Kopf stattfindet – zum fesselnden Spektakel wird. [caption id="attachment_29760" align="alignnone" ]ausstellungen-herbst-winter-berlin-hamburg-munchen-lofficiel Untitled, Washington D.C., 1963, Foto von Gordon Parks © The Gordon Parks Foundation[/caption] Gordon Parks Viele Fotografen sehen sich als Dokumentaristen ihrer Zeit, Gordon Parks war es wirklich. Er hielt mit seiner Kamera nicht nur die Probleme der US-amerikanischen Gesellschaft fest, sondern produzierte auch Fotostrecken für Condé Nast, nutzte die Momentaufnahme nicht primär zum Ausdruck der Schönheit, sondern als Mittel zur Aufklärung, die nicht hinter den Seiten eines Magazins oder dem Rand eines Fotos aufhören, sondern tiefer reichen, als das bloße Gesehene. Über 180 Fotografien zeigen im C/O Berlin diese Vielfältigkeit seiner Werke. "Gordon Parks" ist bis zum 4. Dezember 2016 im C/O Berlin zu sehen [caption id="attachment_29739" align="alignnone" ]ausstellungen-herbst-winter-berlin-hamburg-munchen-lofficiel Paillettenkleid, Tom Ford, Herbst/Winter 2014, Eigentum der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen, © MKG[/caption] Sports/No Sports Nicht nur der Arbeitsalltag der Designer scheint mittlerweile zum Leistungssport zu mutieren, auch ihre Garderobe könnte direkt auf den Sportplatz passen. Denn was früher nur zum Schwitzen taugte, ist heute aus unseren Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken. Das Kunst und Gewerbe Museum in Hamburg beleuchtet dieses Zusammenspiel, das sich zwischen Mode und Sportbekleidung entwickelt hat, und setzt es in Beziehung zur Gesellschaft, in der wir uns damit bewegen. Die Ausstellung zeigt Mode, Filme, Plakate und Fotografien, Korsetts und Trikots, Sport als Trend, als Ideal – und vor allem als modisches Konzept. "Sports/No Sports" ist bis zum 20. August 2017 im Kunst und Gewerbe Museum in Hamburg zu sehen [caption id="attachment_29740" align="alignnone" ]ausstellungen-herbst-winter-berlin-hamburg-munchen-lofficiel Inga Kerber, Auszug aus: Pigmentdruck, 75,5 x 107 cm, 2016 ( Cliché of a Landscape, House near the Beach ) I, 2016 © Inga Kerber[/caption] Fotografie Heute: Distant Realities Digitalisierung und Fotografie – welchen Einfluss diese beiden Bereiche auf einander haben und wie neue Techniken die Momentaufnahme beeinflussen, zeigt die Pinakothek der Moderne in München mit der Ausstellung Fotografie Heute: Distant Realities. Dabei wird vor allem gefragt: Können wir dem, was wir da täglich präsentiert bekommen, überhaupt noch glauben? Wo treffen sich Manipulation und Authenzität, wo das Analoge und das Digitale? Werke von Ilit Azoulay, Mishka Henner oder Inga Kerber versuchen sich an Antworten. "Fotografie Heute: Distant Realities" ist bis zum 29. Januar 2017 in der Pinakothek der Moderne in München zu sehen