STATE Festival: The Sentimental Machine

31.10.2016

[caption id="attachment_29223" align="alignnone" ]state-festival-the-sentimental-machine-berlin-lofficiel © STATE Festival Berlin[/caption] Die Wissenschaft der Emotionen trifft die Emotionen der Wissenschaft: Das STATE Festival Berlin widmet sich in diesem Jahr ganz dem Thema "STATE of emotion – the sentimental machine" – wir verlosen zwei Gästelistenplätze Wieso fühlen wir die Emotionen, die uns täglich zu beherrschen scheinen? Wie charakterisierend sind sie für uns als Menschen? Wie stark mit der Wissenschaft, mit künstlichem Leben und Robotern verknüpft? Und: wie lassen sich diese Fragen am besten mit einem breiten Publikum diskutieren, reflektieren und auf verschiedene Kunstformen projizieren? Vielleicht in Form eines Festivals, das uns nicht mit Musik, sondern kreativem Input beschallt, und statt Schlafmangel nur Informations-Mehrwert bereithält. Vom 3. bis zum 5. November geht das STATE Festival Berlin genau dieser Mission nach: Das Thema der Emotionen wird im wissenschaftlichen Kontext erforscht, mit Bereichen wie Kunst, Film und Performance in Verbindung gebracht und so zu einem Fachgebiet, das keine Klassifizierung mehr kennt, sondern jeden Menschen, jede Kunstform, Vergangenheit wie Zukunft und vor allem das Jetzt betrifft. Bereits zum zweiten Mal wird Berlin schon zu diesem Spielfeld der Forschung, das sich in so vielen verschiedenen Kunstformen austoben darf. 2014 brachte das STATE Festival erstmals Wissenschaftler, Künstler und Besucher unter dem Dach des Kühlhauses in Berlin-Kreuzberg zusammen. Damals wurde der Kosmos der Zeit in seinen verschiedenen Komponenten erforscht, und auch dieses Jahr wird mit dem Schwerpunkt der Emotionen etwas eigentlich so unmessbares, unfassbares und doch universelles durch die Übersetzung in Installationen, Diskussionen und interaktive Workshops für unseren Körper und unseren Kopf greifbar gemacht. Und das nicht nur auf informative, sondern auch ästhetische, progressive und innovative Weise. Wir haben Gründer und Direktor Christian Rauch zu der Idee des STATE Festivals, dem diesjährigen Oberthema und seinen Favoriten des Programms befragt. Was ist die Idee hinter dem STATE Festival? Das STATE Festival ist ein mehrtägiges, interdisziplinäres Themenfestival für Wissenschaft in Berlin. Wir wollen eine Möglichkeit schaffen, Wissenschaft stärker im kulturellen Leben zu verankern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Nutzung künstlerischer Formate, die einen emotionalen und direkten Zugang zum Thema herstellen. Warum ist Berlin dafür der richtige Standort? Berlin ist eine wissenschaftliche Metropole von Weltruf und übt international eine ungebrochene Anziehungskraft auf Kreative aller Bereiche aus. Durch diese Mischung entwickelte sich in Berlin in den letzten Jahren auch außerhalb der etablierten Institutionen eine äußerst spannende, dynamische Szene junger Menschen, die sich vermehrt dem Thema annehmen. Sie stehen für einen neuen Ansatz offener Wissenschaft. [caption id="attachment_29221" align="alignnone" ]state-festival-the-sentimental-machine-berlin-lofficiel © STATE Festival Berlin[/caption] Was hat es mit dem Thema "Emotionen" auf sich? Emotionen sind eine fundamentale Quelle unserer persönlichen Erfahrung der Welt, zentrales Element sozialer Interaktionen und Motivation für unser Handeln. Kaum etwas scheint uns näher zu sein. Ein Thema des STATE Festivals muss genau das in sich vereinen: die wissenschaftliche Entwicklung in dem Bereich sollte gerade zu Umbrüchen führen und für uns persönlich relevant sein. Emotionen und Wissenschaft – wie werden diese vermeintlichen Gegensätze zusammengebracht? Die Gegensätze sind nur scheinbar vorhanden. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Emotionen ist schon lange vorhanden und umspannt eine Vielzahl von Disziplinen. In den letzten Jahrzehnten erlebte die Forschung auf dem Bereich einen starken Aufschwung. Maschinen zum Beispiel werden immer besser menschliche Emotionen zu simulieren und möglicherweise sogar in der Lage sein, eigene Gefühle zu entwickeln. [caption id="attachment_29558" align="alignnone" ]02_state_festival_lofficiel Christian Rauch © Veronika Natter[/caption] Warum ist es heute wichtig, Wissenschaft mit Bereichen wie Kunst oder Film zu verknüpfen? Die Komplexität und Menge an Informationen steigt heute mehr und mehr an. Es ist kaum noch möglich, ein Thema nur über die Beschäftigung mit einer Disziplin zu verstehen und zu behandeln. Künstlerische Arbeiten eröffnen oft neue Blickwinkel und geben einen direkten, emotionalen Zugang zu Themen - natürlich auch wissenschaftlichen. Beides kann sich stark bereichern. Wie wählt ihr die Künstler, Wissenschaftler und Mitwirkenden, die auf dem STATE Festival ihre Arbeiten zeigen oder Vorträge halten, aus? Wir versuchen, eine gute Mischung aus geladenen Beiträgen – oft internationale Experten auf dem jeweiligen Bereich – und Einsendungen junger Künstler und Wissenschaftler zu finden. Alle Beiträge, die auf dem Festival gezeigt werden sollen, werden dann im Team besprochen: Welche Relevanz hat die Arbeit für unser Thema? Wie fügt sie sich in die schon ausgewählten Arbeiten ein, welche neuen Aspekte liefert sie? [caption id="attachment_29222" align="alignnone" ]state-festival-the-sentimental-machine-berlin-lofficiel © STATE Festival Berlin[/caption] Deine Favoriten aus dem diesjährigen Festival-Programm? Oh schwierig. Wir werden auf dem Festival die Arbeiten von fast 100 Wissenschaftlern und Künstlern aus über 10 Ländern präsentieren. Darunter Prof. Margaret A. Boden, die Pionierin des Gebiets der künstlichen Kreativität, eine eigens für das STATE Festival entwickelte Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers Jonathon Keats oder den neue Film von Werner Herzog „Low And Behold: Reveries of the Connected World“. Wir verlosen zwei Gästelistenplätze für das Festival. Teilnahmebedingungen: Bis zum 02. November um 15 Uhr unseren Post bei Facebook liken und für unseren Newsletter anmelden – das Los entscheidet. Der Gewinner wird per Mail benachrichtigt. Viel Glück! Das STATE Festival "STATE of emotion – the sentimental machine" findet vom 3. bis zum 5. November 2016 im Kühlhaus in Berlin-Kreuzberg statt. Karten können auf der Website des STATE Festivals erworben werden. Zusätzlich zum Festival-Wochenende gibt es vom 24. Oktober bis zum 2. November 2016 begleitende Projekte an verschiedenen Standorten in Berlin.