New Launch: SOFA Magazine

25.07.2016

[caption id="attachment_21957" align="alignnone" ]sofa-magazin-neu-ricarda-messner © SOFA[/caption]

Print is dead? Nicht so, wenn es nach dem neuen Magazin SOFA geht. Ein Gespräch mit einer der beiden Gründerinnen, Ricarda Messner 

Kannst du uns SOFA in einem Satz erläutern? Life is a chatroom. Wir respektieren jede Meinung, aber möchten gleichzeitig die unterschiedlichsten Perspektiven zu einem Thema beleuchten. Das Projekt ist angelehnt an eine große „Sofa Session“ unter Freunden und Fremden, die Platz auf digitalen und analogen Sofas nehmen und diskutieren.

Wer ist mit an Bord? Caia Hagel, Mitgründerin. Sie habe ich vor zwei Jahren durch mein anderes Magazin FLANEUR kennengelernt. Bei einer unserer langen Skype-Sessions vor ein paar Monaten haben wir dann beschlossen, gemeinsam ein Magazin zu starten. Johannes Conrad und Michelle Phillips von studio yukiko, die ebenso die Art Direction für Flaneur machen, sind nun auch für SOFA verantwortlich. Zudem arbeiten wir pro Ausgabe immer mit einem Gast-Editor. Für unsere erste Ausgabe „teens“ ist das Andy (@spookyteenager), die wir über Instagram entdeckt haben. Es ist uns wichtig, dass wir immer einen gewissen intimen Zugang zur jeweiligen Thematik gewinnen und in diesem Fall eben nicht über sondern mit Teenagern produzieren. Ansonsten hätte sich das falsch angefühlt.

Und ein paar Worte zu der Art Direction? Caia und ich hatten von Anfang an die Vision, den Look und Feel des Nova Magazins aus den Siebzigern mit der guten alten BRAVO zu mixen. Wir spielen bewusst mit einer Ästhetik, die gerade in unserer heutigen Popkultur als scheinbar oberflächlich und dumm wahrgenommen wird. Zum einen möchten wir mit unserem Design überraschen, zum anderen zeigen, dass Inhalte dennoch interessant und anspruchsvoll sein können. Auch wenn es in Zukunft nicht immer so knallig zugehen wird wie in der ersten Ausgabe, wird SOFA allerdings niemals leise und zurückgehalten sein.

[caption id="attachment_21960" align="alignnone" ]sofa-magazin-neu-ricarda-messner © SOFA[/caption]

Warum ist euch eine gedruckte Publikation wichtig? Da gibt es zwei Gründe: Wir möchten wie erwähnt mit den existierenden Konnotationen für solche Art von Hochglanz-Magazinen spielen; lieben Trash und Popkultur. Zudem hat es mich gereizt ein völlig neues Format zu kreieren. In den letzten Jahren bekam ich durch FLANEUR einen guten Einblick in den Magazinmarkt und mich hat, neben all den „coffee-table“ Publikationen, das Konzept eines Massenmediums gereizt. SOFA ist bewusst preiswert, siedelt sich dennoch im gleichen Design- und Kulturbereich an, wie viele der deutlich teureren Magazine.

Welche Leserschaft wünscht ihr euch? SOFA ist erst einmal für jeden. Außerdem sind wir natürlich gespannt, wie das Feedback nach der ersten Ausgabe sein wird und wer SOFA dann tatsächlich gerne lesen wird.

Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema „teens“. Deine Lieblingsseiten? Besonders toll finde ich den überraschenden Beitrag einer anonymen SMS-Konversation zwischen vier Teenagern aus der LGBTQAI* Community, die sich offen und ehrlich austauschen. Wir haben dabei keine Rechtschreibfehler oder ähnliches korrigiert und das Design der digitalen SMS-Sprechblasen komplett übernommen.

Was wird das nächste Thema? Wir werden uns den Sphären der Cyberlove widmen. Angefangen von den heutigen zeitgenössischen Beziehungsformen – sei es alles was Dating, Freundschaften, Partnerschaften und Businesspartnerschaften betrifft, bis hin zu Themen wie dem der künstlichen Intelligenz oder digitalen Obsessionen.

Das beste Magazin, dass es deiner Meinung nach jemals gab? SOFA und FLANEUR ☺ ...Es gibt viele großartige Magazine, eines meiner Lieblinge wäre da zum Beispiel das Vestoj Journal. Die GALA ist aber genauso großartig und erfüllt ihren Zweck.

Und zuletzt noch eine Frage, die wir direkt von euch geklaut haben: Fortune is … 1a) Fortune is to create change through your voice 1b) Fortune is tasty.

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