Popkultur

Ästhetik der Einfachheit

Traditionelles ukrainisches Handwerk dient als Inspirationsquelle für die kraftvollen Stücke von NADIIA
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Der französische Designer Simon Porte Jacquemus ist bereits Fan. In seinem kürzlich eröffneten Restaurant »Oursin« in Paris ist eine übergroße asymmetrische Amphore von NADIIA der Hingucker in einem der kunstvoll gestalteten Räume.

Hinter dem besonderen Projekt steht die ukrainische Künstlerin Nadiia Shapoval. Inspiriert von ihren Großeltern setzte sich Nadiia von klein auf mit der Geschichte ihrer Heimat auseinander und lernte so ihre reiche Kultur zu lieben. »Um die Gegenwart besser zu verstehen, muss man der Vergangenheit in die Augen schauen« war schon immer die Devise von Nadiias Familie und  begleitet sie bis heute. Irgendwann lernte Shapoval eine Gruppe von Kunststudenten in Kiew kennen, die ihr Töpferei beibrachten. Sie reiste durch die Ukraine und machte sich mit den traditionellen Handwerktechniken vertraut, die über Jahrhunderte von einer Generation zur anderen weitergegeben wurden. Sie sammelte Geschichten ihrer Mitmenschen und die Erfahrung, die sie mit ihr voller Freude teilten. Sie arbeiteten und lebten autark und genügsam und diese Prinzipien fanden sich in dem Handwerk wieder. Was als Hobby anfing, wurde während dieser Reise zu einer Leidenschaft und später zu dem Projekt NADIIA. 

Mit Masha Reva, künstlerische Allrounderin zwischen Grafik und Mode, Design, Art Direction und Star der Kiewer Kunstszene, schuf Nadia nun eine Reihe von außergewöhnlichen Keramiken. Die Stücke sind eine Hommage an das traditionelle ukrainische Geschirr, das auf dem Land bis heute genutzt wird, und für die ewige Kraft der Natur und die Wechselwirkung zwischen Natur und Mensch steht. Die handbemalten Teller, Krüge und die typische runde Vase »Kumanets« symbolisieren die perfekte Form des Kreises und die Sonne, die jedem neuen Tag das Leben schenkt. Die Einfachheit dieser Formen wird durch die freie Malerei von Masha Reva ergänzt.

Das Ziel der Beiden ist, NADIIA zu einem facettereichen Projekt zu machen und so Handwerk und traditionellen Kulturen einen Platz in unserer modernern Welt zu geben.

»Momentan haben wir mehrere Pläne für die Entwicklung von Nadiia«, sagt Masha Reva

 

 

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