Vom Hollywood-Beau zum Charakter-Darsteller - L'OFFICIEL Germany
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Vom Hollywood-Beau zum Charakter-Darsteller

»Call Me By Your Name«-Star Armie Hammer hat viel mehr zu bieten als nur eine hübsche Fassade
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Es gibt einen neuen Namen, der derzeit auf den privaten Business-Partys der Mächtigen (und Möchtegerns) in den Hollywood Hills die Runde machen dürfte. Es handelt sich dabei um ein mit gerade 31 Jahren immer noch »junges Talent« mit vielen Gesichtern, einer ungewöhnlich alten Seele und einem Namen, wie aus dem Setting für einen Marvel-Blockbuster: Armie Hammer oder auch Armand Douglas Hammer, wie er mit bürgerlichem Namen heißt. 1986 erblickt er in Santa Monica das hier immer glitzernde Licht der Welt. Sein Elternhaus ist wohlhabend, dem sprudelnden Ölbusiness seines Urgroßvaters Armand Hammer sei Dank. 

Doch für Urenkel Armie, der schon in der elften Klasse gegen den elterlichen Willen die Schule hinschmeißt, um ein Hollywood-Held zu werden, verödet der ölgetränkte familiäre Geldhahn. »Meine Eltern dachten, ich bin ein Idiot. Sie dachten, es sei lächerlich, die Schule zu verlassen und Schauspieler zu werden« erinnert er sich. Und statt wie seine alten Kumpanen auf einer Elite-Uni Verbindungspartys zu feiern, versinkt der damals 17-Jährige fast im zwielichtigen Hollywood-Sumpf. Doch aus dem »Sex, Drugs and Alcohol«-Morast kann er sich wieder befreien. Und so geht es schnellen Schrittes nach einigen bemerkenswerten Episodenauftritten in Serienhits wie »Arrested Development«, »Veronica Mars« oder »Desperate Housewives« aufwärts. Als er für David Finchers dreifach Oscar-prämiertes Leinwandepos »The Social Network« engagiert wird, erweist sich das als sein Türöffner in den Stardome. Seine Rolle als »die Zwillinge Winklevoss« (denn er spielt sie beide) in der fiktiven Verfilmung der Facebook-Entstehungsgeschichte verschafft ihm 2010 gleich doppelte Bekanntheit. 

Sein neuester Coup: die Romanverfilmung »Call Me By Your Name« (aktuell im Kino). Die internationale Koproduktion, die von der Liebesbeziehung eines 17-Jährigen mit einem 24-Jährigen im Italien der Achtzigerjahre handelt, war für gleich vier Oscars nominiert. Den Preis für das beste adaptierte Drehbuch ging dabei an das romantische Drama. »Die Krux an dem Film«, so Hammer, »ist die emotionale Aufrichtigkeit der beiden Charaktere und der Fakt,  dass es keine Effekte gibt. Keine großen prototypischen Genreszenen, nichts, das die Charaktere antreibt, außer den authentischen Momenten, die zwischen den beiden passieren.« Eine Herausforderung, die Armie Hammer gerne annahm und bravourös löste. »Ich habe es als Challenge gesehen. Ich wollte als Künstler herausgefordert werden«, resümiert er selbstbewusst.

Den ganzen Artikel gibt es in der aktuellen L'Officiel Hommes N° 01 Frühling 2018.

Grooming KC Fee (The Wall Group) 

Executive producer Michael Scheideler (CXA) 

Production Anna Magriplis (CXA)
Digital technician Hesh Hipp
Photo assistants David Winthrop Hanson and Matthew Evangelisti
Stylist assistant Walker Hinerman
Tailor Susie Kourinian
Location Chateau Marmont

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