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Grüner Kreislauf

Der Getränkehersteller innocent hat eine Petition für mehr Nachhaltigkeit gestartet
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Auf welcher PET-Flasche ist Pfand, welche muss in den gelben Sack und warum ist das überhaupt so? Die leichte Ratlosigkeit kennt wohl jeder. Grundsätzlich gilt, dass Saft- und Gemüseflaschen nicht in den Pfandkreislauf dürfen. Das ist im Paragraph 31 des Verpackungsgesetzes festgeschrieben. Der Grund dafür ist, dass einige Flaschen in dieser Kategorie wegen einer produktschützenden Barriere-Schicht im PET nicht recycelbar sind. Aber eben nur einige, nicht alle - trotzdem entscheidet der Inhalt kategorisch über die Aufnahme ins Pfandsystem und nicht die Recyclingfähigkeit. Denn obwohl z.B. die Smoothie-Flaschen von innocent zu 100% recyclebar sind und zu 50% aus recyceltem PET bestehen, dürfen sie derzeit nicht ins deutsche Pfandsystem eingeführt werden.

Dabei hätte dieser Schritt eine enorme Wirkung auf Umwelt- und Klimaschutz und das, ohne dass Konsumenten ihr Verhalten komplett verändern müssen. Denn in Deutschland werden pro Jahr aktuell mehr als 16 Milliarden Einweg-PET-Flaschen in Umlauf gebracht. Etwa 10 % davon werden für Saft verwendet. Das sind in der Summe allein 1,5 Milliarden Flaschen, die derzeit nicht bestmöglich recycelt werdenBereits am 1. Oktober hat innocent eine PETition, die sich für die Verwendung von PET Einwegflaschen durch das Pfandsystem aller Hersteller engagiert über https://pfandfueralle.org gestartet – und es wurden innerhalb von nur einer Woche bereits über 30.000 Unterschriften gesammelt. Noch bis zum 11.10. gibt es einen Pop-Up Store direkt am Moritzplatz in Berlin. 

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