Fashion

Signal zum Nachdenken

Rot sehen: Die (MONTBLANC M)RED Linie
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Die Prachtstraße Avenue des Champs-Élysées in der französischen Hauptstadt ist sowieso schon reich an Attraktionen. Nun hat sie aber einen ganz besonderen Blickfang dazu bekommen: direkt an der Ecke zur Rue Arsène Houssaye leuchtet seit letzter Woche die Boutique der Luxusmarke Montblanc in knalligem Rot. Der Grund für den Anstrich mit Signalcharakter ist die erneute Zusammenarbeit mit (RED). Die gemeinnützige Stiftung wurde 2006 von Bono and Bobby Shriver mit dem Ziel gegründet, Unternehmen und Privatleute im Kampf gegen AIDS zu vereinen. (RED) arbeitet mit den renommiertesten Marken der Welt zusammen, die einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Produkten und Services mit (RED)-Branding an den Global Fund spenden.

Durch Initiativen in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Umweltschutz setzt Montblanc beeindruckende Maßstäbe, um anderen zu helfen, diese Welt zu verbessern. Nach der Einführung der (MONTBLANC M)RED Linie 2018 wird diese Zusammenarbeit nunmehr um einen Trolley und eine neue Schreibgerätelinie erweitert.

»Bei dieser besonderen Partnerschaft mit (RED) geht es um mehr als nur die finanzielle Unterstützung für die Prävention und Arzneimittelversorgung. Es geht darum, anderen zu vermitteln, dass wir als Weltgemeinschaft Epidemien wie AIDS weitaus besser eindämmen können, wenn wir zusammenarbeiten. Montblanc hat es sich zur Aufgabe gemacht, Produkte für Menschen zu schaffen, die etwas tun möchten – ob durch das Erreichen ihrer eigenen Ziele, wohltätige Zwecke oder indem sie ihre Gemeinschaft und die ganze Welt positiv beeinflussen«, sagt Nicolas Baretzki (CEO Montblanc).

 

 

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In Zusammenarbeit mit (RED) schärft Montblanc das Bewusstsein für den Kampf gegen HIV/AIDS. Für jedes (MONTBLANC M)RED Schreibgerät, Gepäckstück oder Zubehör gehen 5 Euro an den Globalen Fonds zur Unterstützung von HIV/AIDS-Programmen, was ausreicht, um über 25 Tage lebensrettende HIV-Medikamente bereitzustellen. Die neue Kollektion wurde am 8. Oktober in Paris präsentiert. Die globale Montblanc Markenbotschafterin Charlotte Casiraghi, Schaupieler Pierre Niney, Adrien Brody und Billy Porter kamen zu einer besonderen Feier zusammen.

Am Rande der Veranstaltung sprachen wir mit Montblancs Creative Director Zaim Kamal über das Projekt: 

Montblanc unterstützt erneut die (RED) Foundation – Warum liegt Ihnen dies besonders am Herzen?

Zaim Kamal: Das ist mir sehr wichtig. Das Thema HIV und Aids ist mir besonders wichtig. Ich bin in den Siebzigern und Achtzigern aufgewachsen. Als die Krise startete, waren wir umringt von diesem immensen Umschwung in der Gesellschaft. Es ging alles so schnell. Eben war alles noch fröhlich und schön und dann traf uns diese Änderung wie ein Schlag. Viele meiner Freunde und Helden starben an der Krankheit. Die Leute verschwanden einfach und mit ihnen auch die Schönheit von ein auf den anderen Tag. Und alle haben mitbekommen, wie die Menschen behandelt wurden. Seitdem ist es mir ein Anliegen, auf das Thema aufmerksam zu machen und ein Bewusstsein dafür zu fördern. Als wir die Chance bekamen mit (RED) zusammen zu arbeiten, war für mich klar, dass wir es tun würden. Eben weil es mir so am Herzen liegt. 

Was ist die Intention der aktuellen Kollektion?

Zaim Kamal: Es ist keine neue Kollektion, sondern eine Fortführung. Es geht nicht um neue Produkte oder explizit um die Schreibgeräte oder das Notizbuch. Es ging uns darum, die Message und das Bewusstsein rund um das Thema HIV und Aids fortführen zu können. Der Trolley ist ein gutes Beispiel dafür. Auf Resien kann er in allen Flughäfen rund um die Welt gesehen werden. Er macht neugierig und die Leute fragen danach. Dann kann ich sagen, dass es der Montblanc (RED)-Trolley ist. Und so können wir über das ganze Thema sprechen und aufklären. Bei Montblanc dreht sich viel um Bildung und Aufklärung. Es geht uns darum, den Leuten das Wissen zu vermitteln, was die Krankheit für Auswirkungen auf die Welt hat. 

Wie gehen Sie Projekte dieser Art an: Mentale Checklisten, die peu à peu abgearbeitet werden?

Zaim Kamal:  Wir versuchen immer alles mit einer Art von Humor und Schönheit rüber zu bringen und es nicht einfach nur platt zu sagen. Du sollst stoppen und lächeln oder nachdenken, wenn du unsere Produkte siehst. Das ist der Grundgedanke und Ausgangspunkt all unserer Projekte.

Offenheit und Transparenz sind wichtig – wie können Sie mit diesem Projekt dazu beisteuern?

Zaim Kamal: Indem wir weiter darüber reden. Wir haben unsere komplette Boutique an der Champs-Elysee rot angestrichen und ausgestattet. Alles ist rot. Das ist natürlich ein Statement. Leute die dort vorbeikommen werden anhalten. Selbst wenn sie nicht reingehen, sehen sie unsere Message »Write (RED) end Aids« an der Fassade. Und darauf kommt es uns an. Wir wollen Bewusstsein im Kampf gegen Aids schaffen.

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