Fashion

Lettisches Design im Mittelpunkt

Sabine Skarule gewinnt den H&M Design Award 2020
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H&M mag noch für Fast-Fashion stehen, ihr 2012 ins Leben gerufener H&M Design Award unterstützt jedoch die innovative und junge Liga des Modedesigns, die in Zukunft wichtig sein wird. Die 2020 Edition des Awards zeichnete letzte Woche Sabine Skarule, Absolventin der Royal Academy of Arts in Antwerpen, als Nachwuchstalent in Berlin aus. Die Designerin ließ die Einflüsse ihrer lettischen Heimat in ihre Entwürfe mit einfließen, und brachte somit ein selten mit junger Mode assoziiertes Land zum Vorschein. Ihr frischer Blickwinkel auf ihr persönliches Erbe schaffte es, die Jury zu bewegen. Es ist tatsächlich die Zeit vor dem Internet, die die Arbeit der Lettin am meisten prägt. Damals strickte sie ihre eigene Kleidung mit ihrer Mutter –  die ihren kreativen Prozess bis heute beeinflusst. Folkloristische Muster stehen in ihren Entwürfen im Kontrast zu scharfer aber femininer Schneiderkunst.

Der H&M Award hat bereits anderen mittlerweile etablierte Namen der Modeindustrie zum Erfolg verholfen. Man erinnere sich an Richard Quinn, der 2017 den Preis gewann. Sogar die Queen saß in der Frontrow des durch floraler Motive bekannt gewordenen Designers. Stefan Cooke, Gewinner des Jahres 2018, dessen Stücke jetzt im Dover Street Market gekauft werden können oder Priya Ahluwahlia (2019), deren Kreationen Mitte November im »Nomad Berlin« Pop-Up Store des britischen Retailers Browns zu sehen waren. 

Sabine Skarule gewinnt einen Preis im Wert von 50.000 Euro, den sie in die Verwirklichung ihrer eigenen Marke investieren wird. »Es ist unglaublich! Den H&M Design Award zu gewinnen ist so ein toller Start, mein eigenes Label zu beginnen. Dieser Preis öffnet mir die Tür und die Freiheit, meine Träume zu verwirklichen«, so Skarule.

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