Schmuck

»Von Minute 1 brannte ich für meine Vision«

Echte Kunstwerke made in Berlin – Schmuckdesignerin Dari Maximova im Gespräch
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»Irgendwoher kenn ich doch dieses Gesicht« - diesen Satz hört Dari Maximova nicht gerade selten. Immerhin war sie in den 2010er Jahren  das Gesicht der Bebe Young Care Kampagne, die lange Zeit im Fernseher lief. Nach vielen Jahren als international gefragtes Model hat sich die zweifache Mutter nun mit Maximova Jewelry als Schmuckdesignerin selbstständig gemacht. Alle Stücke werden von Hand in Berlin gefertigt und sind aus hochwertigen Materialen wie 18K-Gold-beschichtetes, recyceltes Silber, Massivgold oder mit Schätzen aus der Natur wie Perlen, Korallen oder Edelsteinen verziert. Im Interview redet sie über die Gründungsphase und warum es wichtig ist auch nach Rückschlägen weiterzumachen:

LO: Was war die Initialzündung zur Gründung deines Labels?

Dari Maximova: Über die vielen Jahre, die ich als Model arbeitete und die Welt bereiste, fand ich stets Kraft und Inspiration in der Natur und ihren Elementen. Mein Bedürfnis mehr und etwas Eigenes zu machen, wurde immer großer. Kristalle und Edelsteine und deren besondere Bedeutung faszinierten mich schon seit langem. Ich begann mich noch intensiver mit der speziellen Wirkung und Energie der Steine zu beschäftigen. Schließlich fing ich an zu basteln und es entstanden erste Entwürfe von Kristallketten. Anfangs nur für mich und meine Freunde. Ein Gespräch mit einer engen Freundin war dann ausschlaggebend und verhalf mir den Mut zu fassen meine Kreationen nach außen zu tragen und weiter zu entwickeln.

LO: Welche Probleme gab es zu Beginn und was hat dich in der Anfangsphase besonders gefreut?

DM:

Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt und Onlineshop war es ein langer, manchmal holpriger Weg. Von Minute 1 brannte ich für meine Vision, hatte 1000 Ideen aber gleichzeitig wusste ich nicht wie und wo ich anfangen soll und stand vor verschlossenen Türen. Mir fehlte es an unternehmerischer Erfahrung und Wissen in der Produktentwicklung, und ich musste mir die richtige Hilfe von den richtigen Menschen holen. Die größte Herausforderung war es wohl meine Idee und Vision in ganz konkrete, kleine Schritte zu übersetzten. Und trotz Rückschlägen weiter an sich zu glauben. Dass mein Schmuck direkt so gut angekommen ist und die ersten Ketten sogar innerhalb kurzer Zeit ausverkauft waren, machte mich natürlich überglücklich. Und als ich die ersten Frauen mit meinem Schmuck auf der Straße sah. Das freut mich bis heute wohl am meisten. Gerade zu Beginn sind es solche Erfahrungen und Momente, die einen ermutigen und pushen weiterzumachen.

LO: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit und wie wird sie umgesetzt?

DM: Auf Grund der wertvollen Rohmaterialien wird in der Schmuckproduktion zum Glück von Natur aus sehr viel Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen gelegt. Wir verwenden recyceltes Silber und hochwertige Edelmetalle, deren Herkunft wir stets prüfen.
All unsere Schmuckstücke werden von Hand in kleinen Betrieben in Deutschland und in unserer eigenen Werkstatt hier in Berlin gefertigt. Wir lassen immer wieder in kleinen Mengen nachproduzieren oder fertigen auf Anfrage. So vermeiden wir Überproduktion.

LO: Wie hat sich deine Arbeit durch die Corona-Pandemie verändert?

Gar nicht mal so sehr, da mein eigener Vertrieb ohnehin online läuft und Meetings kurzer Hand auf Zoom stattfanden. Zuhause war die größte Herausforderung Home Office und Home Schooling unter einen Hut zu bekommen. Aber man passt sich an und findet neue Wege und Lösungen.

LO: Gibt es ein Herzensprojekt beruflicher Art, dass du gerne verwirklichen möchtest?

DM: Mein Wunsch ist es eines Tages eine Kollektionsreihe zu haben, deren Erlös ausschließlich einem nachhaltigen Projekt zugute kommt. Ein Wunschkollaborationspartner für so eine Reihe wäre zum Beispiel Parley for the Oceans.Die Natur liefert mir nicht nur fortwährend Inspiration für meinen Schmuck, ihr Erhalt liegt mir persönlich auch sehr am Herzen.Außerdem hoffe ich auch in Zukunft mit kreativen Partnern aus anderen Branchen und Künstler verschiedenster Art zusammenzuarbeiten. Meine Kooperationen mit Closed und dem Tattoo Artist Drinking Nectar waren für mich sehr wertvolle Erfahrungen.

 

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